Grüne Erde
2008
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Zwölf junge internationale Künstler präsentieren ihre bislang unveröffentlichen Perfomances einer Jury. Die Jurymitglieder waren unter anderem Carlo Antonelli (Musikkritiker, Direktor Rolling Stone Italy), Helena Kontova (co-Direktor von Flash Art), Catherine Wood (Kuratorin von zeitgenössischer Kunst und Performance, Tate Modern, London) und Fabio Cavallucci (künstlerischer Leiter der Galleria Civica di Arte Contemporanea, Trento). Judith Egger bewarb sich mit der Performance "Grüne Erde", bei der sie sich in einem Rasenstück vor der Galerie vergraben wollte, nur eine Brust sollte zwischen den Pflanzen aus dem Boden ragen. Auf Wunsch der Juroren wurde die Performance dann in einem Blumenkasten des Theaterfoyers für die gesamte Dauer des Wettbewerbes durchgeführt.
In der Performance „Grüne Erde“ (...) drängt die Brust der Künstlerin wie ein seltener Pilz aus einem Erdhügel an die Oberfläche. Abgelöst vom Bild des gesamten Körpers, wirkt die Brust plötzlich wie ein fremdes, schönes aber auch zugleich beunruhigendes Gewächs.

Fünf Stunden lang ist Judith Egger in einem Blumentopf im Foyer des Teatro Sociale in Trento vergraben und von Erde und Pflanzen bedeckt. Einzig sichtbares Körperteil ist ihre linke Brust, die, unabhängig vom restlichen Körper, aussieht wie eine Erdfrucht oder ein seltener Pilz. Die Betrachter glauben erst dann, dass diese Brust zu einem lebenden Körper gehört, wenn sie die unmerklichen Atembewegungen der Performerin am Zittern der Blumen ausmachen können.



Der kulturellen Diskussion stellt sie die Energie purer Körperlichkeit gegenüber. In ihrer Konzentriertheit erinnern ihre Arbeiten auch an frühe Bodyart und feministische Positionen, die jetzt erneut in der Kunst stark werden.
Material Mimikry – ein Blumenkasten, der der Innenarchitektur des Foyers des Teatro Sociale angeglichen ist.
Assistenz: Manuel Eitner, Maße des Kastens: 1 x 2 x 0,6 m
Dauer der Performance: 5 Stunden, Atmung durch Luftlöcher in der Rückseite des Kastens

Ausstellungen
kuratiert von Carlos Amorales, Carlo Antonelli, Helena Kontova, Catherine Wood, Franco Oss Noser, Fabio Cavallucci